Die Schilddrüsensonographie

 

Die Schilddrüse liegt vorne am Hals und kann bei starker Organvergößerung schon mit dem bloßen Auge erkennbar sein. Sie spielt im Stoffwechsel des menschlichen Körpers eine wichtige Rolle. Sie produziert zahlreiche Hormone, die die unterschiedlichsten Funktionen im Körper beeinflussen. Schilddrüsenhormone sind also an vielen hormonellen Regelkreisen beteiligt.

Die am weitesten verbreiteten und daher auch bekanntesten Schilddrüsenerkrankungen sind die Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) und die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

 

Mit der Schilddrüsen-Sonographie kann nicht nur die Größe der Schilddrüse bestimmt werden, sondern auch verschiedene krankhafte Veränderungen an diesem Organ dargestellt und zum Teil in ihrem Verlauf kontrolliert werden.

Dazu zählen folgende Veränderungen:

  • Struma (Kropf):
    Struma ist eine Vergrößerung von Teilen oder der gesamten Schilddrüse . Es gibt verschiedene Ursachen für eine derartige Veränderung.
  • Zysten:
    Eine Zyste ist eine von einer Kapsel umhüllter Raum mit flüssigem Inhalt. Zysten können gekammert sein.
  • Schilddrüsenknoten:
    Hier kann es sich um gutartige Knoten (z.B. Adenome) oder um bösartige Veränderungen handeln.
  • Schilddrüsenentzündungen (Thyreoiditis): hinterlassen zum Teil typische Ultraschallveränderungen

In aller Regel ist nach der sonographischen Erstdiagnostik insbesondere bei Knotenerkrankungen der Schilddrüse eine nuklearmedizinische Untersuchung notwendig. Hierbei wird die Funktion und Leistungsfähigkeit der Schilddrüse oder auch der Knoten begutachtet. Mit einer Szintigraphie kann dann zwischen hormonaktiven (warmen oder heißen) oder hormoninaktiven (kalten) Knoten unterschieden werden. Diese Untersuchung wird bei einem dafür spezialisierten Röntgenarzt durchgeführt werden.